Dipl.-Päd. Wiebken Düx
Kompetenzerwerb Jugendlicher durch freiwilliges Engagement
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"Was lernen Jugendliche durch ein freiwilliges Engagement?" Dies war die Grundfrage einer empirischen Studie, die von 2003 bis 2007 von der Universität Dortmund und dem Deutschen Jugendinstitut in München durchgeführt wurde. Basierend auf den Befunden qualitativer Interviews und einer bundesweiten standardisierten Erhebung konnte gezeigt werden, dass die Settings des freiwilligen Engagements Jugendlichen besondere Lern- und Bildungschancen eröffnen. Demnach hat der Kompetenzgewinn aus einem jugendlichen Engagement nachhaltige Effekte, die auch noch im Erwachsenenalter wirksam sind, und zwar sowohl bezüglich des Kompetenzprofils und der Persönlichkeitsentwicklung, der beruflichen Orientierung und Karriere als auch hinsichtlich gesellschaftlicher und politischer Partizipation. Den Ergebnissen der Studie zufolge können Heranwachsende in einem freiwilligen Engagement vielfältige Kenntnisse, Einstellungen und Fähigkeiten erwerben, die für eine eigenständige und sozial verantwortliche Lebensführung sowie die aktive Beteiligung an der Gestaltung einer demokratischen Zivilgesellschaft wichtig sind. Die Befunde verweisen auf die Bedeutung des freiwilligen Engagements als einem eigenen gesellschaftlichen Lernort im Prozess des Aufwachsens.
Zur Person
- Jahrgang 1945
- Verheiratet, vier Kinder
Werdegang
- 1966 Studium der Germanistik, Anglistik, Philosophie, Pädagogik an der Universität Bonn
- 1969: 1. Staatsexamen in Philosophie und Pädagogik
- 1994 Studium der Erziehungswissenschaft an der Universität Dortmund
- 1999 Abschluss als Diplom-Pädagogin
- seit 2000 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Forschungsverbunds Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund, Fakultät 12 Erziehungwissenschaft und Soziologie der Technischen Universität Dortmund
Forschungsschwerpunkte
Jugendarbeit, Jugendverbände, Ehrenamt/freiwilliges Engagement, Bildung, informelles Lernen

